HAMBURG (FIBA U17 World Championship) - Die USA haben das Finale der ersten FIBA U17 Weltmeisterschaft in Hamburg gewonnen. Im Finale zweier bis dahin ungeschlagener Teams setzten sich die US-Boys gegen Polen mit 111:80 (29:24, 29:17, 20:21, 33:18) durch. Über 3.000 Zuschauer waren in die Sporthalle Hamburg gekommen und gaben dem Endspiel einen mehr als ansehnlichen Rahmen.
Polen hatte Basketball-Europa bei der U16-Europameisterschsaft 2009 begeistert, und Polen begeisterte die Basketball-Welt noch mehr bei der U17-Weltmeisterschaft in Hamburg. Und auch im Finale legte Polen gut los, erzielte die ersten vier Punkte im Spiel, kassierte dann aber auch gleich deren sieben in Serie. Die USA versuchten es schwerpunktmäßig über Center Johnny O´Bryant, mit dem offensichtlichen Ziel, Polens Center Karnowski ein paar frühe Fouls anzuhängen. US-Scharfschütze Bradley Beal netzte wie zu Beginn eines jeden Spieles zuverlässig aus der Distanz ein und brachte sein Team mit drei schnellen Dreiern 21:11 in Front (8. Min.). Polens Dreier hingegen fielen anfangs kaum, die Europäer blieben aber dennoch im Spiel (25:18), auch wenn die US-Boys den Druck in der Defense Ende des ersten Viertels erheblich verstärkten. Ein Alley-Oop von Anthony Wroten riss das Publikum von den Sitzen, und der Buzzer Beater von Polens Daniel Szymkiewicz von der Mittellinie zum 29:24 mindestens ebenso.
Nach zwölf Minuten kam Polen auf 32:28 heran, sah sich aber wenige Sekunden später bereits wieder deutlich hinten (40:28), weil Beal weiter munter aus der Distanz versenkte und die USA einige Fastbreaks erfolgreich abschloss. Karnowskis Dunk zum 42:36 (15. Min.) setzte die abwechslungsreiche Partie fort, die USA hatte gegen die polnische Zonenverteidigung mehr Mühe als erwartet. So war auch nach achzehn Minuten noch nichts entschieden (46:41), eine Situation, die die USA aus dem bisherigen WM-Turnier nicht kannten. Bis zum Seitenwechsel verschlechterte sich die Situation für Polen allerdings noch stark. Karnowski fing sich sein drittes Foul ein, und die USA ging an der Freiwurflinie und mit weiteren Fastbreaks erstmals klar in Führung (58:41).
Polen versuchte im dritten Viertel, wieder ins Spiel zurück zu kommen, es gelangen auch einige schöne Aktionen, aber die alles überragende Athletik der USA dominierte jetzt zusehends die Begegnung. Karnowski wurde sein viertes Foul angekreidet, Mateusz Ponitka suchte weiter vergeblich seinen Shooting-Touch und die polnischen Hoffnungen schwanden trotz leichter Resultatsverbesserung (67:53, 26. Min.). Es änderte sich wenig in den folgenden Minuten (74:60, 29. Min.), die durch Tomasz Gielo und Michael Gilchrist geprägt wurden. Nach drei Vierteln war das Finale so gut wie entschieden (78:62).
Endlich traf Ponitka seinen ersten Dreier (82:65, 32. Min.), aber für eine Wende war es zu spät. Zu souverän agierten die US-Amerikaner und geizten auch keineswegs mit spektakulären Aktionen. So lohnte sich das Zusehen auch weiterhin, denn die 16- und 17-jährigen Korbjäger zeigten die ganze Palette ihres Könnens (91:67, 35. Min.). Die 100 für die USA voll machte Anthony Parker nach 38 Minuten (101:75). Letztendlich setzte sich die mit Abstand beste Mannschaft der U17-WM auch im Finale durch und gewann den ersten U17-WM-Titel hochverdient.
FIBA / BÜ